Samstag, 28. September 2013

Goodbye Jürgen

Ich durfte Jürgen bereits im Jahr 2000 bei meinem ersten Vorstellungsgespräch für eine neue Firma kennenlernen. Damals dachte ich mir, wenn lauter so sympathische Menschen dort arbeiten, will ich da auch anfangen. Im Laufe der Jahre haben wir uns dann auch besser kennen und schätzen gelernt. Das ging so weit, dass ich ihn auch fragte, ob er mein Trauzeuge sein möchte, was er auch gerne tat.
Wir hatten viel Spaß und gute Zeiten zusammen. Aber selbst wenn es ihm selbst nicht immer besonders gut ging, sei es in der Arbeit, gesundheitlich oder privat, war er immer freundlich und fröhlich. Selbst im größten Stress war er immer für einen da und hatte ein offenes Ohr. Man konnte sich ihm gut anvertrauen und er wusste meist auch guten Rat. Er war auch der Erste, dem ich erzählt habe, dass ich heiraten wollte und unter den ersten, die wussten, dass wir nach Australien gehen würden. Er wollte es sich auch nicht nehmen lassen und war der erste, der uns hier besucht hat.
Jürgen war einer der Guten, ein Kämpfer. Er hat immer an die Sache geglaubt. Bis zum Schluss. Wir vermissen Dich



Freitag, 30. August 2013

Roadtrip to Melbourne

Wir dachten, es wäre mal wieder an der Zeit was zu schreiben. Aber welches Thema haben wir hier noch nicht behandelt. Es musste was Neues sein, etwas noch nicht erlebtest, nicht dagewesenes. Ein Ausflug vielleicht, wo wir noch nicht waren, zumindest nicht mit dem eigenen Auto. Die Entscheidung viel uns zuerst etwas schwer.
Doch dann haben wir uns für Melbourne entscheiden. Das war zwar etwas weiter, aber da waren wir eben noch nicht mit dem Auto, nur mit dem Bus und Flugzeug. Und wir wollten ja einen Roadtrip machen. Einige Rastplätze und viele Kilometer später hatten wir es dann auch geschafft.

Wir hatten uns ein Zimmer im historischen Little River Bed and Breakfast gebucht. Im "Beer Garden" Flügel. Nicht nur, weil es Kulisse im "Mad Max" Film war, oder weil es schon 1850 gebaut wurde; entsprechend gemütlich war es auch. An dieser Bar konnte man sich auch selbst Bier zapfen. Sondern hauptsächlich weil man Hunde mitbringen konnte. Davon gibt es nicht besonders viele Hotels und es war etwas "ausserhalb" gelegen. Ich hatte ganz vergessen, wie dunkel es doch sein kann, wenn es mal keine Straßenlaternen mehr gibt.


Aber da war noch was. Wir haben noch einen Zwischenstopp gemacht. Der eigentliche Grund für den Ausflug war nämlich, dass wir noch einen Puli abholen wollten. Das ist Brodie (er hört aber besser auf "Rudi", aber auch nur wenn er will )



Hier im Vergleich mit Cooper. Rudi ist doch deutlich heller ;-) Er ist schon über 5 Jahre, genau weiß man das leider nicht, denn er hatte kein schönes zu hause bisher. Eine Tierschutzgruppe hat ihn dann zusammen mit vielen anderen aus dem Anwesen befreit und versucht, an Puli Besitzer mit Erfahrung und Geduld zu vermitteln. Da wir schon zwei haben, dachten wir zuerst, dass es nicht in Frage kommt. Da ihn aber bisher keiner haben wollte, obwohl er so niedlich gucken kann, haben wir uns dann doch für ihn entschieden.
Er ist noch etwas steif. Er hatte eine Hüft-OP auf beiden Seiten, aber das wird mit etwas Training wieder gut. Und seine Locken werden auch wieder wachsen.

Nach einer genauso langen Rückfahrt, haben sich aber alle aneinander gewöhnt und Rudi hat sich schon ganz gut eingelebt. Zumindest weiß er sehr gut, wie man eine Couch benutzt. Willkommen Brodie !!



Dienstag, 26. März 2013

Geo Caching

Zum Anlass meines 100.ten Geo Caches dachte ich, es wäre mal an der Zeit wieder einen Beitrag zu schreiben.
Wer es nicht weiß: Geo Caches sind kleine Schätze, die jemand versteckt und viele andere suchen sie dann. Also so was wie Schnitzel-Jagd nur dass man kein Schnitzel finden wird. Dafür aber jede Menge andere Kleinigkeiten. Ja nach Größe des Behälters in dem der eigentliche "Schatz" versteckt ist (nämlich nur ein kleines Logbuch, wo man eintragen kann, dass man ihn gefunden hat), sind manchmal auch ein paar Sachen enthalten. Meistens so Dinge, die man aus dem Kaugummi-Automaten kennt, manchmal aber auch Münzen. Man kann die Dinge dann auch tauschen, also nimmt mit, was einem gefällt und legt dafür etwas anderes rein.
Damit das Finden etwas leichter wird, gibt es im Internet Listen mit Koordinaten, wo ein "Schatz" versteckt ist. Man geht dann mit einem GPS fähigen Handy oder sonstigem GPS Gerät los und nähert sich grob den Koordinaten. Danach ist dann aber Handarbeit gefragt. Meistens gibt es aber noch kleine Hinweise, wie zum Beispiel "in der Rinde des Baumes". Manchmal aber auch etwas besser "versteckt". Neulich hatte ich als Hinweis: "Wo schaut man beim Aufschlag hin?". Der Cache war in der Nähe eines Tennisplatzes und zwar "hoch" im Baum.
Hier in Canberra gibt es jede Menge Parks und dort viele Gelegenheiten, etwas zu verstecken. Eines der schönsten Verstecke bisher war in meinem Lieblings Natur Park: Tidbinbilla. Man sollte dort an den gegebenen Koordinaten schauen, wo ein Stein ist, der aussieht wie Australien.


Nicht schlecht oder? Wir waren mit ein paar Freunden unterwegs, die dann ausgerechnet diesen Stein gefunden haben und nicht ich selbst. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Das links im Bild ist dann so ein Container, in dem das Logbuch ist. Es gibt dann auch kleinere Container, manche sind kleiner als ein Schlüsselanhänger. Die sind oft magnetisch und irgendwo an Schildern etc. versteckt. Oder sie hängen in Bäumen.
Zum Suchen des 100.ten Caches sind wir dann vor 4 Wochen extra und nur deswegen zum Strand gefahren und haben dort das Wochenende verbracht. Das war auch gut so, denn als ich am Abend noch schnell einen Cache suchen wollte, führte mich mein GPS Signal in den Wald. Dort war es dann wegen der Dämmerung noch etwas dunkler. Eigentlich kein Problem, allerdings war der Fundort dann ein rostiges altes Wrack. Ich vermutete, dass der Cache selbst magnetisch war und irgendwo in dem Wrack steckte. Nur wollte ich bei den Lichtverhältnissen nicht meinen Arm in ein dunkles Loch stecken und in einem rostigen Wrack, das sicher für viele Tiere als Behausung dient, ertasten, wo die kleine Box sein könnte. Deswegen kam ich am nächsten Tag wieder und brachte ein kleines Hilfsmittel mit. Eine digital Kamera. Die steckte ich nun in das Loch und machte mir erst mal ein "Bild" von der Situation. Hier nur ein kleiner Ausschnitt, ich will ja nicht zu viel verraten, falls jemand mal auch diesem Schatz suchen will:


Bei manchen Schätzen steht auch nicht direkt, wo sie zu finden sind, sondern man muss erst mal zu einem bestimmten Punkt gehen, dort eine Aufgabe lösen oder etwas finden, das dann die Koordinaten zum nächsten Punkt oder zum finalen Schatz gibt.
Die Schätze sind überall auf der Welt verteilt. Es gibt also keine Ausreden, warum ihr das nicht auch machen könnt. Viele sind auch an Orten, wo man schon oft war, oder sogar jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit vorbei kommt. Viele sind eben auch in Parks, deswegen habe ich mir nun auch wieder ein Fahrrad gekauft. Damit geht es viel schneller, von einem Fundort zum nächsten zu gelangen. Heute habe in ca. einer Stunde quasi im Vorbeifahren 6 Stück gefunden.
Viel Spaß beim Suchen!






Donnerstag, 8. November 2012

Unbiologisch

Fuer mich hoeren sich diese Hinweise zum oekologisch wertvollen Garten immer ziemlich absurd an. So als ob die Verfasser dieser Gartentipps noch nie wirklich Ungeziefer am Obstbaum hatten. ich tanze weder mit einem Stueck Kermseife im Mund bei Vollmond um den Obstbaum, noch habe ich die Zeit die vom Ungeziefer befallenen Blaetter alle einzeln abzusammeln. Wer sich also nicht komplett zum Affen machen will und nebenbei auch noch arbeiten gehen muss, fuer den hilft nur noch die Chemiekeule, zumindest in Australien. Wir verbringen fast jede freie Minute in unserem Garten und fahren mittlerweile auch ganz betraechtliche Ernten ein und umso uebellauniger war ich, als ich heute Morgen an allen Obstbaeumen diese schleimigen wurmaehnlichen Teile vorgefunden habe, die innerhalb von wenigen Tagen den ganzen Baum inkl. der Fruechte zusammennagen und man im Anschluss nur noch einen duennen Stecken im Garten stehen hat. Da kam dann gleich meine Lieblingschemie, eine grauenvoll riechende Schwefelbruehe zum Einsatz, die ich eben flaechendecken auf alle Obstbaeume verteilt habe. Jetzt stinkt zwar wieder das halbe Viertel noch verfaulten Eiern, aber wenn's hilft dann muss das Viertel da halt durch.

Montag, 5. November 2012

Männer und Frauen

 Der Virus ist überstanden, zum Glück. Hat ganz schön gedauert, eine Woche lag ich mehr oder weniger elend herum und bin dann wieder arbeiten gegangen, obwohl noch ziemlich schlapp.
Back on track habe ich in Anbetracht des Frühlings die Vespa aus dem Winterschlaf geholt und erst mal die Batterie geladen und im Prinzip lief das gute Stück auch. Was nicht so rund lief war der Starter, da musste ich jeden Morgen (trotz voller Batterie) ganz schön rumfriemeln. Da der Service eh fällig war, habe ich das mal gleich mit bemängelt.
...und jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema dieses Posts...
Als ich das dem Besitzer dieser Vespa-Bude erzählt habe, sagt der doch mit diesem typischen Gesichtsausdruck, den nur Männer hinkriegen, wenn Frauen mit irgendwas technischem nicht klarkommen, na komm mal mit, ihr zeig dir noch mal wie man das anbekommt. Da war ich auf 180 und habe, so wie es nur Frauen hinbekommen, wenn sie für blöd erklärt werden, die Augen gerollt. Ganz nebenbei, wurde mir mal bestätigt, ich könnte das perfekt !!!
Da dachte ich, na mach mal. Ich fahr das Ding jetzt 2 Jahre, ich weiß wie man die anlässt !!!
Der Typ also auf die Vespa und als die Kiste nach dem vierten Versuch erst ansprang, sagt er, daß ich wohl recht habe.
1:0 für mich !
Er wird dann die Batterie mal checken, während er den Service macht. Das es daran nicht liegt, weil ich das Teil geladen habe, habe ich mir grinsend verkniffen zu äußern. Die Erfahrung soll er mal schön selbst machen.
Einige Stunden später konnte ich die Vespa abholen. Was soll ich sagen, es war doch die Batterie, irgendwie waren da zwei Kammern leer.
1:1 Gleichstand !
Aber kommt, der hat angefangen !!!
Egal, ich genieße es einfach unbeschwert fahren zu können. Das ist doch auch was.

Mittwoch, 26. September 2012

Was die australische Premierministerin mit mir gemeinsam hat ?

Frau Gillard und meine Wenigkeit haben sich einen Magen-Darm-Virus der wirklich üblen Sorte eingefangen. Naja, die Botschaft läuft auch ohne mich, Frau Gillard, die gerade in New York bei der UN weilt hat so einige Termine absagen müssen.
Wenn man bedenkt, wieviel Zeit ich seit Montag auf dem Klo verbracht habe, wundert mich das nicht.

Wir wollen mal nicht in die Details gehen, es ist kein Spaß und ich bin die ganze Woche krank geschrieben und das Dumme ist, auch fluguntauglich. Das führte letztendlich dazu, das wir unseren Flug nach Deutschland schweren Herzens in der letzten Minute storniert haben.

Sorry, sorry, sorry. Wir holen das im nächsten Jahr (im deutschen Sommer alles nach). Wir melden uns rechtzeitig vorher.

Viele Grüße vom Krankenlager.

P.S. Ein gutes hat das alles, ich habe ja zumindest die Nahrungsaufnahme so ziemlich eingestellt (alles andere wäre Geldverschwendung) und schon einiges abgenommen.

Donnerstag, 23. August 2012

Schlechte Laune

Mittlerweile gehts ja schon wieder. Gestern war das ganz schlimm, da habe ich die Steuererklärungen fertig gemacht. Eines ist mal klar, bei der Erarbeitung von komplizierten und völlig unverständlichen Fragen inkl. der Anfertigung der Formulare haben Deutschland und Australien aber ganz eng zusammengearbeitet. Wenn noch mal irgendwer behauptet, Deutschland hätte das schwierigste Steuersystem und überhaupt wäre alles ganz kompliziert, dann stimmt das so auf gar keinen Fall. Da gibt es Menschen außerhalb Deutschlands die mit ihren Steuererklärungen genauso im Wald stehen, im australischen halt, in diesem Falle. Aber gut, der Kram ist nun für ein weiteres Jahr vom Tisch.
Jetzt muss ich nur noch mein Büro wieder begehbar machen, das erstickt in Zettelbergen. Von langer Dauer ist auch das meistens leider nicht, weil das in einer Woche wieder änhlich zugezettelt ist wie gerade eben.
Hm, da dachte ich, ich gönne mir mal zur Belohnung für den gestrigen Tag ein Glas Rotwein. So war das auch, nur das ich 2 Gläser hatte und heute das Gefühl ich hätte die ganze Nacht durchgemacht. Mein lieber Schwan, jetzt sind schon 2 Gläser Rotwein zu viel, alt werden ist wirklich kein Spaß ;-). Da fällt mir ein, es kommt auch immer auf die Größe des Glases an.