Samstag, 9. Oktober 2010

Farmville nun in echt


Wir können ja nie "Nein" sagen, schon gar nicht wenn es um Tiere geht.
Bei meinem Kollegen standen 3 verwaiste Wildgänseküken im Garten und er hatte sich auch rührend darum gekümmert, nun lief das mit dem Haus+Garten+Kindern zeitlich nicht so ganz konform und so erreichte uns gestern Abend ein Notruf, ob wir die 3 Racker nicht nehmen können. Natürlich können wir !
Jetzt wohnen also noch 3 Federviecher in unser Garage (unter einer Rotlichtlampe) und fühlen sich sauwohl. Die schnattern, futtern, plantschen und machen einen aufgeweckten Eindruck. Ach ja, die sind soooo niedlich, flauschig und überhaupt...

Unser Hütehund Cooper hat auch bald ne echte Aufgabe, ist ja egal ob er auf Schafe oder ein paar Gänse aufpasst.
Einen Namen haben wir natürlich schon, da müsst ihr nichts vorschlagen, die heißen, Tick, Trick und Track.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Was die Wiesn und Singapore gemeinsam haben


Nicht so sehr viel, aber man schafft es innerhalb von 24 Stunden beide Orte zu besuchen.
Als ich aus Berlin zurück war, habe ich noch eine Nacht bei meiner Mutter verbracht, meinen Koffer ein-, aus- und umgepackt und mich wie immer gefragt, wo das ganze Übergepäck herkommt, wo ich doch gar nix gekauft habe ;-).
Mit meiner Mutter bin ich dann am Donnerstag, den 23.09. zurück nach München gefahren. Stefan hatte ja schon die eine oder andere Wiesnrunde hinter sich und diesen reichen Erfahrungsschatz ausnutzend, sind wir am Abend alle zusammen auf die Wiesn gegangen, zum Glück konnten wir an einigen reservierten Plätzen im Zelt der Fischer-Vroni partizipieren. Ich fasse den Abend mal so zusammen: WIR HATTEN SPASS !!!
Die Konsequenz daraus war ein ziemlicher "hang over" am nächsten Morgen, aber egal...
Wir sind direkt zum Flughafen und gegen Mittag ging es zurück in Richtung Heimat. Auf dem Weg von München nach Singapore war nicht an Schlaf zu denken, wir haben jeder maximal 2 Stunden abbekommen und entsprechend knülle kamen wir am nächsten Morgen gegen 6 Uhr Ortszeit in Singapore an.
Vor uns lag ein "stop over" von 10 Stunden und mal ehrlich, wir konnten uns nicht vorstellen, wie wir das rumkriegen sollten, in Anbetracht unserer Müdigkeit.
Wir sind erst mal um die Häuserblocks gezogen und haben anständig gefrühstückt :


Es war an diesem Tag sehr trübe, hat hin und wieder geregnet (was in Singapore immer eher einem Schütten wie aus Eimern gleicht) und einem Stadtbummel war dies nicht gerade zuträglich. In Little India waren wir trotzdem, zum Essen (wen wundert's ?) und sind im Anschluß über die Orchard Road gelaufen. Wir hätten zu so mancher Minute im Stehen einschlafen können, haben uns aber alle 3 wirklich wacker gehalten. Irgendwie sind wir dann aus dem Trubel der Stadt geflüchtet, die voller war als sonst, weil an diesem Wochenende auch noch das Formel 1 Rennen stattfand.
Am Flughafen haben wir uns im Duty-Free-Shop noch anständig mit diversen Getränken und Kreteks eingedeckt und schon saßen wir wieder im Flieger, dieses Mal ein A 380 ;-), auf dem Weg nach Sydney.
Tja, jetzt sind wir wieder hier und wir freuen uns !!!

Montag, 4. Oktober 2010

Berlin

Irgendwie muss ich wieder mal Blog schreiben und am besten der Reihe nach.
Am Sonntag vor 2 Wochen bin ich nach Berlin gefahren. Erstens konnte ich mal sehen, wie das Auswärtige Amt so von innen ausschaut und zweitens hatte ich eine IT-Schulung. Die Anreise mit der Deutschen Bahn verlief pünktlich, das allein ist ja schon ein Grund zur Freude und gegen 17.00 Uhr konnte ich mein kleines Appartment gleich an der Jungfernbrücke beziehen. Da ich vor ca. 20 Jahren meinen letzten Aufenthalt in Berlin hatte und das Wetter schön war, bin noch für 2 Stunden durch die Gegend marschiert und mein erster Eindruck von der Stadt war super.
Den restlichen Abend habe ich vor dem Fernseher verbracht, bei einem Tatort, der es leider nicht wert war so lange vor dem Fernseher zu sitzen. Naja, man kann nicht alles haben.
Von Montag bis Mittwoch hatte ich dann die IT Schulung, die wirklich gut war und jede Menge gebracht hat. Mit zwei richtig netten Kolleginnen aus anderen Auslandsvertretungen haben wir uns nach Dienstschluß aufgemacht und so einige Kilometer in der Stadt zurückgelegt. Am Montag sind wir vom Tiergarten aus erst zurück zum Brandenburger Tor gelaufen, haben dort eine Currywurst gegessen (Lecker (-; ) und sind wieder in unsere Zimmer in die Kurstraße gelaufen, das waren gefühlte 20km, aber laut Google Maps wohl nur ca. 7km. Aber immerhin...
Am Dienstag haben wir (ohne an der Schlange anstehen zu müssen), dem Reichstag einen Besuch abgestattet und sind bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen in der Kuppel unsere Runden gedreht. Vom Reichstagsgebäude aus ging es im Anschluß zum Alexanderplatz und gegen 21 Uhr noch auf den Fernsehturm. Berlin ist wirklich eine tolle Stadt, auch bei Nacht und wir haben in den 3 Tagen so viel gelacht und hatten gaaaanz viele enspannte Feierabendstunden in der Hauptstadt. Ein dickes Lob auch an die unzähligen Berliner mit denen wir aus den unterschiedlichsten Gründen so ins Gespräch gekommen sind, es waren wirklich ALLE extrem freundlich, hilfsbereit und sooooo gesprächig.
Am Mittwoch bin ich nach Dienstschluß gleich wieder zurück nach Thüringen und wie es hier weitergeht, erfahrt ihr in Kürze.

Freitag, 17. September 2010

Heimweh

Die Etappe "Thüringen" liegt nun auch schon fast hinter uns.
Nachdem wir vor ca. 2 Wochen im Frankenland Stefan's Eltern besucht haben und ich nach einem Besuch der örtlichen Metzgerei überlegt habe, dort gleich meinen Urlaub zu verbringen (was vermutlich eine echte Marktlücke wäre, man sollte da mal gezielt drüber nachdenken), sind wir mit dem Auto von Stefan's Schwester nach Thüringen zu meiner Mutter gefahren.
Hier waren wir nun die vergangenen 2 Wochen. In Kranichfeld pulsiert nun nicht gerade das Leben und unsere Tage waren zwar erholsam aber nicht so aufregend.
Wir sind fast täglich nach Weimar gefahren, waren 1x in Erfurt, haben auch hier jede Menge Freunde, Verwandte und Bekannte besucht, es gab Thüringer Klösse und ziemlich oft eine Thüringer Bratwurst. Lecker !
Unser Deutschlandurlaub neigt sich dem Ende entgegen und wir haben uns schon wieder von so einigen Leuten auf unbestimmte Zeit verabschiedet.
Stefan ist bereits wieder auf den Weg nach München und wird aktiv am Oktoberfest teilnehmen-NEID !!!!
Ich fahre am Sonntag für 3 Tage nach Berlin um im Auswärtigen Amt einen Kurs zu besuchen und dann geht es am nächsten Freitag auch schon wieder zurück nach Down Under.
Meine Mutter wird uns begleiten und dann 2 Monate lang den australischen Frühling geniessen.
Uns Beide plagt dagegen das Heimweh nach Australien, wir vermissen unser Haus, den Garten, Cooper, Mickey, Paula und die australische Gelassenheit.

Dienstag, 7. September 2010

München

So, da sind wir wieder. Aber nur für kurze Zeit.
Vor 1,5 Wochen Morgens 5.30 Uhr sind wir in München aus dem Flieger gestiegen. Urlaub in Deutschland, das gab's für uns noch nie und Deutschland als Tourist erleben ist eine neue Erfahrung für uns, macht aber Spaß.
Martin konnten wir überreden uns zu dieser unchristlichen Zeit vom Flughafen abzuholen.
Dann ging es auch schon los, mit einem Weisswurstfrühstück und einem "Auge Edel", das war richtig gut. Im Anschluss daran haben wir unser Quartier bezogen und von diesem Augenblick an, waren die kommenden Tage ausgefüllt mit diversen Grillfeiern, einer Geburtstagsfeier, einem Besuch im Biergarten an der Inneren Wiener Straße (wir haben einige Schichtwechsel miterlebt), wir haben uns mit unseren Freunden Mittags und Abends zum Essen und Ratschen getroffen. Es war toll alle mal wieder gesehen zu haben, wir hatten viele nette Stunden zusammen und Danke, dass es mitunter sehr, sehr kurzfristig möglich war ein Treffen zu vereinbaren.
Wir haben eingekauft wie die Wilden und werden schon mal ein Seepaket in richtig Down Under auf den Weg bringen.

Freitag, 13. August 2010

Gentlemen, start your engines!

Es ist zwar schon wieder fast eine Woche her, aber dennoch einen Eintrag wert. Als frischgebackener alter Mini Besitzer ( den ich nun auch mit ein paar kleinen Reparaturen für den lokalen TÜV vorbereitet habe, allerdings noch nicht zu gelassen ist, weil wir ja eh gleich im Urlaub sind) habe ich mir mal angesehen, wie man mit diesen Dinger umgehen sollte. Dazu bin ich mit ein paar Leuten vom ACT Mini Club zum Wakefield Park gefahren. Dort trafen wir noch ein paar Mitglieder, die dort ihre Kisten zum Fliegen brachten.
Die Nummer 155 ist übrigens derjenige, von dem ich meinen gekauft habe. Wurde leider nur 4ter nachdem er nach einem Unfall beim letzten Rennen ziemlich alles neu aufbauen musste...
obwohl er hier noch überholen konnte.
Was dieser Flitzer genau war weiß ich nicht. Er hatte aber einen Mini Motor vorne drin. Das Ding war aber so flach, da konnte man im sitzen drüber pinkeln.
Für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt. Wie immer gab es ordentlich Gegrilltes.

Mittwoch, 4. August 2010

Stürmische Zeiten


Der Wetterbericht war äußerst negativ, trotzdem habe ich mich am Sonntag wieder den Gefahren der freien Natur ausgesetzt und bin mit dem Bushwalking Club auf Wanderschaft gewesen. Die Gruppe wurde im Vorfeld auf eine Teilnehmerzahl von 12 Mann limitiert und ein Drittel davon wurde allein schon mal von der Besatzung der Botschaft belegt.
Wir durften also teilnehmen, die Bedingung war, ein geländetaugliches Auto musste von uns zur Verfügung gestellt werden. Also habe ich Stefan gefragt, ob er mir den Land Rover für die Tour leiht. Er hat dem zugestimmt, aber ich glaube schweren Herzens. Ich musste allerei Dinge versprechen die ich mit dem Auto nicht machen darf (z.B. mit 80km/h über die Waldwege heizen ;-), das alles was Spaß macht immer verboten ist...), eine Testfahrt unter Aufsicht, am Tag und eine Nachtfahrt hatte ich zu absolvieren und damit war ich qualifiziert, für einen Tag dieses wirklich coole Auto zu bekommen. Ich liebe es, wenn sich der Landi mit der Behäbigkeit eines Panzers langsam von der Kreuzung weg bewegt, sich keiner traut, einem die Vorfahrt zu nehmen und da sprechen wir noch nicht von dem guten Überblick den man vom Fahrersitz aus hat.
Wir sind gegen 7 Uhr Morgens gestartet und hatten eine Wegstrecke von ca. 175 km zurückzulegen. Wir fuhren grob in Richtung Nerriga / New South Wales. Nerriga ist ein kleines verschlafenes Dorf am Rande des Morton National Parks (südwestlich Sydneys). Ab hier kam dann der Landi zum Einsatz, den Rest der Strecke (ca. eine halbe Stunde) fuhren wir off road und die Waldwege hatten es in sich. Über steile Anstiege, einem Fluss mit einer abenteuerlichen Holzbrückenkonstruktion, vollkommen ausgewaschene, verschlammte Wege, über die wir manchmal nur noch rutschen konnten, sind wir nach ca. 2,5h Fahrt endlich zum Ausgangspunkt der Wanderung gekommen.
Die Tour führte uns auf einem Rundweg von 10km, bei herrlichsten Sonnenschein zum Race Point, von welchem aus wir einen atemberaubenden Ausblick auf den Shoalhaven River hatten.

Gegen Mittag zog dann ein ziemlich heftiger Sturm auf und es wurde empfindlich kalt. Zumindest konnten wir aber den Rückweg trocken zurücklegen und als wir wieder im Auto saßen, auf dem Heimweg nach Canberra, fing es wie aus Kübeln an zu schütten und das tat es ohne Unterbrechung auf der kompletten Rückfahrt. Aber zum Glück hatten wir die schönen Bilder vom hinter uns liegenden Tag im Kopf.