Also langweilig wird es da niemanden. Mittlerweile wurde es auch Zeit mal was essen zu gehen. Das Menue laesst sich mit gigantisch am besten umschreiben. Die Karte wechselte taeglich und es gab immer ein 4-Gaenge Menue, zum Fruehstueck, Mittag- und Abendessen. Ich musste des oefteren so in mich reingrinsen, weil das Essen wirklich so putzige Namen hatte wie Entenschnabelreduktion auf einem Bett aus Rotkohlblaettern der neuseelaendischen Nordinsel. Oh Gott, haben wir getafelt !!! Ich habe beschlossen jetzt erst mal mindestens fuer eine Woche auf jegliche Nahrungsaufnahme zu verzichten. Unsere Tischnachbarn waren ein illustrer Kreis. Ein Musiklehrer aus Melbourne, eine Lehrerin aus der Naehe Melbournes (wir haben gerade Sommerferien), ein russischer Pianist (pensioniert), Hank, ein australischer Bloke wie er im Buche steht (85 Jahre) und eine 92 jaehrige neuseelaendische Dame. Besagte Dame haette die Hauptrolle in Downton Abbey spielen koennen und war der Inbegriff alles britischen was man sich so vorstellen kann. Leider war Lady Smith etwas verwirrt und fragte mich, nachdem wir uns 5 Minuten kannten, ob sie mir schon diese oder jene Geschichte erzaehlt haette. Nein, wir kennen uns erst seit 5 Minuten. Sie fing dann an zu erzaehlen und wir landeten schnurstracks beim 2.Weltkrieg und Hitler. Egal welchen Versuch ich unternahm das Gespraech in eine andere Richtung zu lenken, es half nichts. Natuerlich hatte ich den Spruch ¨Don´t mention the war¨beherzigt, wie immer wenn ich mit aelteren Mitbuergern spreche, aber wie schon erwaehnt, es fuehrte auch in den darauffolgenden Tagen kein Weg an diesem Thema vorbei. Lady Smith hatte auch leider vergessen auf dem Weg nach Neuseeland die Uhr zu stellen, was dazu fuehrte das sie entweder zu spaet zum Essen erschien oder gar nicht. Auf die Frage, wo sie den gestern war kam die Antwort, ach war ich gestern nicht da ? Leider war ihr Erinnerungsvermoegen schon derart in Mitleidenschaft gezogen, dass sich unsere Lady auch ueberhaupt nicht erinnern konnte ob sie einen schoenen Tag hatte, sie ging einfach davon aus. Fair enough :-). Alles in allem koennte man das Kreuzfahrtschiff als ein schwimmendes Pflegeheim bezeichnen, aber das war vollkommen ok, ich hatte Spass. Wenn es mir in den ersten zwei Tagen nicht so furchtbar elend gegangen waere. Mich hatte die Seekrankheit niedergestreckt und weil ich auf all die leckeren Sachen auf keinen Fall verzichten wollte, bin ich an Tag 2 der Reise zum Doc, der mir empfahl eine Akupunktur zu machen. Also, zwei Nadeln ins Knie und zwei Nadeln ins Handgelenk gebohrt, Strom draufgelegt, zwanzig Minuten gewartet und die Seekrankheit war Geschichte. Unglaublich !!! So, wie es weiterging mit der Reise erfahrt ihr in den naechsten Tagen.
Montag, 26. Januar 2015
Gegrilltes Possumohr an Erdbeerschaum
Also langweilig wird es da niemanden. Mittlerweile wurde es auch Zeit mal was essen zu gehen. Das Menue laesst sich mit gigantisch am besten umschreiben. Die Karte wechselte taeglich und es gab immer ein 4-Gaenge Menue, zum Fruehstueck, Mittag- und Abendessen. Ich musste des oefteren so in mich reingrinsen, weil das Essen wirklich so putzige Namen hatte wie Entenschnabelreduktion auf einem Bett aus Rotkohlblaettern der neuseelaendischen Nordinsel. Oh Gott, haben wir getafelt !!! Ich habe beschlossen jetzt erst mal mindestens fuer eine Woche auf jegliche Nahrungsaufnahme zu verzichten. Unsere Tischnachbarn waren ein illustrer Kreis. Ein Musiklehrer aus Melbourne, eine Lehrerin aus der Naehe Melbournes (wir haben gerade Sommerferien), ein russischer Pianist (pensioniert), Hank, ein australischer Bloke wie er im Buche steht (85 Jahre) und eine 92 jaehrige neuseelaendische Dame. Besagte Dame haette die Hauptrolle in Downton Abbey spielen koennen und war der Inbegriff alles britischen was man sich so vorstellen kann. Leider war Lady Smith etwas verwirrt und fragte mich, nachdem wir uns 5 Minuten kannten, ob sie mir schon diese oder jene Geschichte erzaehlt haette. Nein, wir kennen uns erst seit 5 Minuten. Sie fing dann an zu erzaehlen und wir landeten schnurstracks beim 2.Weltkrieg und Hitler. Egal welchen Versuch ich unternahm das Gespraech in eine andere Richtung zu lenken, es half nichts. Natuerlich hatte ich den Spruch ¨Don´t mention the war¨beherzigt, wie immer wenn ich mit aelteren Mitbuergern spreche, aber wie schon erwaehnt, es fuehrte auch in den darauffolgenden Tagen kein Weg an diesem Thema vorbei. Lady Smith hatte auch leider vergessen auf dem Weg nach Neuseeland die Uhr zu stellen, was dazu fuehrte das sie entweder zu spaet zum Essen erschien oder gar nicht. Auf die Frage, wo sie den gestern war kam die Antwort, ach war ich gestern nicht da ? Leider war ihr Erinnerungsvermoegen schon derart in Mitleidenschaft gezogen, dass sich unsere Lady auch ueberhaupt nicht erinnern konnte ob sie einen schoenen Tag hatte, sie ging einfach davon aus. Fair enough :-). Alles in allem koennte man das Kreuzfahrtschiff als ein schwimmendes Pflegeheim bezeichnen, aber das war vollkommen ok, ich hatte Spass. Wenn es mir in den ersten zwei Tagen nicht so furchtbar elend gegangen waere. Mich hatte die Seekrankheit niedergestreckt und weil ich auf all die leckeren Sachen auf keinen Fall verzichten wollte, bin ich an Tag 2 der Reise zum Doc, der mir empfahl eine Akupunktur zu machen. Also, zwei Nadeln ins Knie und zwei Nadeln ins Handgelenk gebohrt, Strom draufgelegt, zwanzig Minuten gewartet und die Seekrankheit war Geschichte. Unglaublich !!! So, wie es weiterging mit der Reise erfahrt ihr in den naechsten Tagen.
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